Dialog-1

Hallo alle zusammen

und herzlich willkommen

zum neuen Video!

Heute werde ich dir

ein paar sehr

wertvolle Tipps

geben,

wie du sprachlich

noch interessanter, 

kompetenter

oder vielleicht sogar

ein bisschen

professioneller

wirken kannst. 

Also wenn es dich interessiert,

dann bleib

auf jeden Fall dabei.

So, es geht los —

und wir schauen heute

auf drei 

wichtige Bereiche.

Der erste heißt

„Ausdruck“,

der zweite

„Grammatik“

und der dritte

natürlich die „Wortwahl“

bzw.

dein Wortschatz.

Als erstes

nehmen wir

den Ausdruck.

Was ist das?

Als Ausdruck

bezeichnet man

praktisch

die Art und Weise, 

wie man redet.

Und hier möchte ich dir „ja“

den wichtigsten

„würde ich sagen“

Tipp

geben,

Den ersten,

und zwar

zu lange Sätze

zu vermeiden. 

Man denkt sich manchmal

als Deutschlerner  

also je länger ich spreche,

desto besser,

dann kann ich ja zeigen,

was ich kann.

Aber,

das ist wirklich nicht

zielführend.

Es ist sogar– ratsam,

zu lange Sätze zu vermeiden.

Tatsächlich,

ein Nebensatz

ist mehr als ausreichend.

Im Deutschen

gibt es sogar

ein Sprichwort

„in der Kürze

liegt die Würze“.  

Vergleiche diese zwei Sätze:  

Hast du gemerkt?

Der zweite Satz ist

viel kürzer, 

aber auch

viel genauer

und angenehmer zu hören.

Man weiß sofort,

worum es geht

und was die Person

eigentlich als Antwort

erwartet.

Und — an der Stelle

möchte ich dir

auch sagen, 

dass du gerne

trotzdem

Konnektoren

benutzen kannst.

Konnektoren

verbinden praktisch

deine Sätze

und machen es

für dein Gesprächspartner  

angenehmer

und leichter,

dir zu folgen.

Sie geben auch

eine gewisse

Struktur dem,

was du sagst.

Zu den Konnektoren,

die ich mag, gehören

solche Wörter wie:

außerdem,

zudem,

dementsprechend,  

auf diese Weise,

aus diesem Grund

und so weiter.

Dazu habe ich schon

einige Videos gemacht.

Solche Konnektoren

kannst du gerne sowohl

beim Sprechen

als auch beim Schreiben

verwenden.  

Mein zweiter Tipp

lautet:

achte unbedingt

auf deine 

Aussprache.

Das ist etwas,

womit die Menschen,

die dir begegnen,

als erstes

konfrontiert werden.

Deswegen ist es

einfach essentiell,

laut genug, 

nicht zu schnell,

klar

und deutlich zu sprechen. 

Das wird

auf jeden Fall helfen,

überzeugender 

und

kompetenter

zu wirken.

Deswegen sage ich 

jedem und immer:

Man sollte

unbedingt

an seiner Aussprache

arbeiten,

und das ist

auf jeden Fall 

auch

im Erwachsenenalter

möglich.

Tipp Nr. 3 lautet:

Pflege den

Nominalstil. 

Was bedeutet das?

Du kannst gerne häufig

anstelle von Verben

diverse Nomen benutzen.

Zum Beispiel,

sag‘ nicht:

„diese Anfrage

werden wir noch

einige Zeit bearbeiten“,

sondern

„die Bearbeitung

dieser Anfrage

könnte noch

ein wenig dauern“.

Oder sag nicht:

„es ist sehr wichtig

über Probleme und Sorgen

der Mitarbeiter zu reden“,

sag stattdessen:

„die Wichtigkeit

der Kommunikation

hinsichtlich der Sorgen

und Probleme der Mitarbeiter

ist nicht zu unterschätzen“.

Spürst du den Unterschied?

So kannst du

auf jeden Fall

auch

in deinem Sprachgebrauch 

agieren.

Mein letzter Tipp

im Bereich Ausdruck lautet:

Versuch nicht

zu viele

Füllwörter

oder 

Partikel zu benutzen.

Ich habe tatsächlich

ein paar Videos

zu den Partikeln

und Füllwörtern. 

An sich

sind sie nichts Schlechtes,

sie lassen

deine Rede

authentischer

wirken.

Und insbesondere

in der Umgangssprache

kannst du sie

sehr gerne verwenden.

Allerdings,

insbesondere

im offiziellen Kontext,  

oder wenn es sich

um etwas Wichtiges handelt, 

möchte ich es dir

wirklich empfehlen,

diese zu vermeiden. (Lange Sätzen)

Es gibt zum Beispiel

sehr viele Menschen, 

die ihre Sätze

ständig nur mit

„also“ beginnen. —

 Also oder so

und das ist sehr

ungünstig.

Ich habe zum Beispiel

ein Problem

mit dem Wort

„sozusagen“.  

Das benutze ich

zu häufig

und das ist natürlich auch

nicht erwünscht.

Deswegen

arbeite ich an mir.  

Der zweite Bereich

ist wie gesagt

der Bereich 

der Grammatik

und hier

habe ich nur einen Tipp.

Im Prinzip,

und zwar

achte darauf,

dass du 

in deinem Sprachgebrauch

solche Themen

wie Konjunktiv 2,

aber

auch Passiv verwendest.

Der Konjunktiv 2

hilft dir

vor allem

höflicher zu wirken

und macht deine Rede

so ein bisschen

weicher,

ein bisschen runder,

und das kommt sehr gut

an meistens.

Das Passiv wiederum

hilft dir 

ein bisschen

offizieller zu schreiben

oder zu sprechen,

also neutraler,

was häufig

von Vorteil ist.

  1. Z.B. kann man sagen,

ja!!

„das müssen wir noch machen“.

Man kann aber

auch sagen

„das muss noch

gemacht werden

oder

das muss noch

erledigt werden“.

Genauso kann man

zum Beispiel sagen:

„das können wir vielleicht

in Betracht ziehen“

oder

„das könnte noch

in Betracht

gezogen werden“.

Hier haben wir 

sogar Konjunktiv 2

und Passiv zugleich.

Genauso 

kann man sagen:

ja!!

„über dieses Problem

können wir

noch diskutieren“

oder

„darüber

muss noch

diskutiert werden“.

Pronominaladverbien

sind häufig auch von Vorteil

sowas wie:

„darüber“,

„darauf“,

„daraus“

und so  

weiter.

Ja,

also solche Sachen.

Außerdem

ist es auch sehr günstig,

den Konjunktiv 2

mit solchen Floskeln

zu benutzen.

Zum Beispiel

„über Ihre Rückmeldung

oder

über ihren Rat

würde ich mich

sehr freuen“.  

Oder aber auch,

so etwas wie:

„Ich wäre Ihnen

sehr dankbar,

wenn Sie mir

zum Beispiel

helfen würden“.  

Lass uns nun

auf den Bereich

Wortwahl bzw. 

Wortschatz schauen.

Und der erste Tipp lautet:  

Vermeide die Umgangssprache“.

Ja, das sage ich,

die, die eigentlich sagen,

dass man die deutsche  

Umgangssprache

beherrschen sollte.

Ja, aber vor allem

im inoffiziellen Kontext

ist sie sehr

 sehr wichtig,

fast schon

über lebenswichtig.

Ja, wenn man 

deutsche Freunde

finden möchte,

wenn man sich

mit deutschen Kollegen

wohlfühlen möchte

und sich

am Gespräch

beteiligen möchte

und so weiter.

Ansonsten –  

im offiziellen Kontext –

sollte man

die deutsche 

Umgangssprache

vermeiden,

insbesondere auch

mit Menschen,

die man vielleicht

nicht kennt

bzw. mit denen

man dann auch

vielleicht beruflich

zu tun haben möchte,

sollte man

so etwas wie

„das war aber geil“

oder so…. nicht sagen.

Der zweite Tipp ist  

auch sehr — sehr wichtig

 und zwar

„versuche blase Wörter,

die keine Aussagekraft haben,

zu vermeiden“.  

Das ist so etwas wie

gut,

schlecht,

machen,

haben, 

schön

und so weiter.

Ja, ein Beispiel,

du kannst natürlich sagen:

„ich finde

Ihre Idee

sehr gut“.  

Du kannst

aber

auch sagen

„Ihre Idee

leuchtet  

mehr ein.

„oder „

Sie machen es

so professionell, 

also

ihre Projekte

sind richtig schön!“.

Du kannst es

aber

viel schöner

formulieren,

und zwar:

„Ihre Projekte

wirken

sehr professionell

und

ich fühle mich

wirklich

angesprochen“.

Siehst du?

spürst du den —

Unterschied?

Ja, deswegen sagt man,

dass man

sowohl beim Schreiben

als auch beim Sprechen

solche blassen Wörter

vermeiden sollte.

Als nächstes  

möchte ich dir

es wirklich

empfehlen,

schöne Redewendungen

zu benutzen,

aber

diese müssen

auf jeden Fall

passend

und nicht

umgangssprachlich 

sein,

z.B.

wenn du etwas

noch nicht weißt,

also  

wenn etwas

noch nicht

ganz klar ist,

kann man sagen:

Das steht noch

in den Sternen.

Oder

wenn etwas

noch nicht feststeht,

dann kannst du sagen: 

Na ja,

das ist doch nicht

den Stein gemeißelt.  

Ja,

solche Redewendungen

sind

total in Ordnung, 

aber

sie müssen eben

passend

und angemessen 

sein.

Ich würde also

nicht unbedingt

im offiziellen Kontext

sagen:

Ich habe

einen Bärenhunger,

möchtest du auch

etwas essen?

Ja,

das ist nicht passend, 

in dem Moment.

Darauf sollte man

unbedingt achten.

Der nächste Tipp

hängt

mit dem anderen

ein bisschen

zusammen,

und zwar:

Versuche

vielfältige  

Nomen-Verb-Verbindungen

zu benutzen.

Diese lassen dich

auf jeden Fall

viel überzeugender  

und professioneller

klingen.

Ja, — was meine ich?

Zum Beispiel:

„Ich musste

diese Entscheidung

aus persönlichen Gründen

treffen“

und das wirkt schon 

ganz anders

als

„ich musste es

so entscheiden“.

Oder

auch so etwas wie

„Es liegt,

glaube ich,

auf der Hand,

dass wir

uns über eine Zusammenarbeit

mit Ihnen

freuen würden“.

„Es liegt auf der Hand“ –  

etwas ist offensichtlich,

also wenn du

im Bereich

Nomen-Verb-Verbindungen

gut bist,

wenn du

viele beherrschst,

dann ist das

einfach nur super.

Und jetzt am Ende

möchte ich Dir

meinen letzten,

aber  

wahrscheinlich auch

den wichtigsten Tipp

geben, 

der nichts

mit der Wortwahl,

der Grammatik  

oder auch

mit dem Ausdruck

zu tun hat,

und zwar 

höre aufmerksam zu.

Warum sage ich das?

Weil  

wir Menschen

mittlerweile,

viele von uns zumindest, 

es wirklich

verlernt haben,

zuzuhören.

Sehr häufig, 

wenn wir

im Gespräch sind,

dann

warten wir nur darauf,

unsere Reaktion

zu zeigen,

unsere Meinung  

zu äußern.

ja das zu verteidigen,

wofür wir stehen.

Das ist alles

schön und gut,

aber  

glaub mir,

wenn du

im Gespräch bist,

dann zeig

aufrichtiges Interesse,

indem du

einfach zuhörst,  

indem du

relevante Fragen stellst,

indem du

dein aufrichtiges

Interesse zeigst.

Glaub mir,

das wird  

deinem Gesprächspartner

unglaublich gefallen

und so kannst du

das Gespräch

auf eine tiefere

Ebene bringen

und auf jeden Fall

einen sehr guten Eindruck 

bei dieser Person

hinterlassen.

Probiere es aus!  

So ihr Lieben,

wir sind schon

am Ende

dieses Videos! 

Ich hoffe

wirklich sehr,

dass meine Tipps

hilfreich waren

und ihr

diese jetzt

in eurem Leben

umsetzen könnt.

Das ist sehr wichtig,

um noch interessanter,  

noch authentischer,

noch professioneller

auf Deutsch zu klingen.

Ich wünsche euch

wie immer  

ganz viel Erfolg

beim weiteren

Deutschlernen 

und bedanke mich

ganz herzlich

fürs Zuschauen.  

Hinterlasst bitte

einen Daumen nach oben! 

Wir sehen uns

beim nächsten

Video, tschüss!