A. Diphthonge – Zwielaute
Was ist ein Diphthong?
Zwei Vokale verschmelzen zu einem einzigen fließenden Laut.
⚠️ Niemals getrennt sprechen!
AU – klingt wie „ow“
Mund weit öffnen (A) → Lippen runden (U).
Fließend sprechen, nicht stoßweise.
Wörter: auch, Haus, Baum, blau, kaufen, laut, Auge, trauen, Pause, Ausdauer
„Das Haus braucht eine neue Außenfassade.“
„Ich traue darauf, dass wir das hinausarbeiten können.“
EI / AI – klingt wie „eye“
Von E nach I gleiten.
Ähnlich wie das englische „I“ in mine.
⚠️ AI klingt genauso wie EI.
Wörter: ein, Zeit, Bein, klein, Reise, Mai, Kairo, leider, Weise, Beispiel,
„Das Beispiel zeigt, wie wichtig die Einigkeit im Team ist.“
„Leider war die Seite zum Zeitpunkt nicht verfügbar.“
EU / ÄU – klingt wie „oy“
⚠️ Häufiger Fehler:
Nicht „e-u“ sprechen.
EU und ÄU sind jeweils ein einziger Gleitlaut.
Wörter: euch, heute, neu, Freude, Leute, Häuser, träumen, Mäuse, Feuer, neun
Sätze
„Heute freuen wir uns über das neue Projekt.“
„Die Leute in Europa schätzen Neuerungen.“
IE – langes „i“
Kein Diphthong!
IE wird als langes, gedehntes I gesprochen.
⚠️ Nicht als I + E.
Liebe, Wiese, tief, Bier, friedlich, Sie, Miete, viel, spielen, Ziel
„Das Ziel ist es, viel in kurzer Zeit zu erreichen.“
„Sie werden sicher von diesem Bericht begeistert sein.“
B. Konsonantenverbindungen
Diese Lautverbindungen gibt es im Spanischen nicht oder sie klingen anders.
SCH – wie englisches „sh“
Lippen leicht nach vorne.
Luft durch einen engen Spalt ausströmen lassen.
⚠️ Nicht als S + CH trennen.
schön, schnell, Tisch, waschen, schreiben, Flasche
„Der Tisch im Besprechungsraum ist zu schmal.“
ST / SP am Wortanfang
Aussprache
⚠️ Nur am Wortanfang!
In der Wortmitte werden sie normal gesprochen.
Wörter: Stadt, Straße, sprechen, später, besten, fest
„In der Stadt gibt es viele Straßen, auf denen man spazieren kann.“
TZ / Z und PF
Z und TZ
Immer „ts“.
⚠️ Nie wie S oder D.
PF
P und F gleichzeitig aussprechen.
Kräftig und deutlich.
Beispiele: Pferd, Apfel
Zeit, Sitzung, Netz, Pferd, Apfel, Kampf
„Die Sitzung beginnt pünktlich – Zeitplan ist Pflicht.“
W: Wasser, wir, Welt, wie
V (deutsch)
Deutsche Wörter: Vater, viel, von, vor
V (fremd) Fremdwörter: Verb, Visum, Vase, Villa
B Ball, lieben, Buch
B am Ende
geliebt
Verb
B am Ende
Lieb, Kalb, Dieb, halb
B + T
Geliebt, Urlaub, bleibt
4. Das explosive T am Wortende
Das -t am Ende muss klar hörbar sein.
Kurz und präzise.
Kein Verhauchen.
Kein zusätzliches [tə] anhängen.
Die Zungenspitze tippt den Zahndamm und stoppt.
Nicht, macht, sagt, arbeitet, Welt, kommt, hat, gibt, bleibt, bringt
Läuft, kämpft
CH – zwei Varianten
Ich-Laut
Nach: e, i, ä, ö, ü
Leises Zischen, vorne im Mund.
Beispiele: ich, mich, Licht, möchte
Ach-Laut
Nach: a, o, u
Tiefer im Rachen.
Beispiele: ach, kochen, Buch, noch
„Ich möchte das Buch gerne noch einmal durchlesen.“
LESELEGENDE
DIE KLEINE BIENE
Es war einmal | EINE kleine Biene.
Sie hieß | MIA. ||
Mia flog jeden Morgen | durch den großen, bunten Garten. |
Sie summte FRÖHLICH vor sich hin. ||
Eines Tages fand sie | eine WUNDERSCHÖNE Blume. |
Die Blume war | gelb — und rot — und ORANGE. ||
„OH!“ | sagte Mia. | „Wie SCHÖN!“ |
Und sie setzte sich | ganz LANGSAM | darauf.
DER BÄR UND DER HONIG
Der große Bär BRUNO | liebte Honig. |
Jeden Tag suchte er | IM GANZEN WALD danach. ||
Eines Morgens — | ganz früh, als es noch kühl war — |
hörte er | ein leises SUMMEN. ||
„BIENEN!“ | flüsterte er. |
„Wo BIENEN SIND | ist auch HONIG!“ ||
Bruno schlich sich | ganz, ganz LEISE | durch die Büsche. |
Und da SAH er ihn — | den SÜSSESTEN Honig der Welt.
REGENTAG IM WALD
Es regnete. | PLITSCH. | PLATSCH. | PLITSCH. ||
Der kleine Igel IGOR | saß unter einem Pilz |
und schaute auf | die dicken, schweren Tropfen. ||
„ICH MAG den Regen“, | sagte Igor | leise. |
„Er riecht nach ERDE — | nach MOOS — | nach WALD.“ ||
Die Tropfen fielen | immer LANGSAMER. |
Und plötzlich — | SCHIEN DIE SONNE | wieder.
Betonung, Rhythmus und Satzmelodie
Wie klingt Deutsch wirklich?
Wortakzent, Intonation und Pausen.
Wortbetonung
Satzmelodie
Pausensetzung
Vorlesen
AUFWÄRMEN (ca. 5 Minuten)
Schnelle Abfrage – laut sprechen und auf die bekannten Laute achten.
W: Wasser, Wand, wünschen, wohnen
Aussprache: wie das englische V in „very“.
V Vater, verstehen, vor, Vogel
Aussprache: wie F (stimmlos).
SCH schön, wünschen, Mensch, Wunsch
Aussprache: Lippen nach vorne.
D am Wortende
Hand → HanT
Wand → VanT
Freund – Freunt
Und – Unt
Aussprache: D wird am Wortende wie T gesprochen.
T am Wortende
Nicht, macht, sagt, Kraft,
Aussprache: harter Stop, Zunge am Zahndamm.
Deutsch: Betonung
Betonung meist auf der Stammsilbe, oft auf der ersten Silbe.
MUT-ter,
AR-beit
HAN-dy
Die Betonung zeigt oft die Bedeutung und Struktur des Wortes.
Tipp:
Beim Üben mit der Hand auf den Tisch klopfen.
Auf die betonte Silbe stark.
Auf die anderen Silben leise.
So spürt man den Rhythmus mit dem ganzen Körper.
Die fünf Grundregeln der deutschen Wortbetonung
1. Stammsilbe betonen
Bei einfachen deutschen Wörtern wird die Stammsilbe betont.
AR-beit
MUT-ter
SPRE-chen
2. Zusammengesetzte Wörter
Der erste Teil wird betont.
HOCH-schule
HAND-tasche
WOHN-zimmer
FAHR-rad
3. Trennbare Vorsilben
Die Vorsilbe wird betont.
EIN-kaufen
AN-rufen
AUS-fahrt
MIT-nehmen
4. Untrennbare Vorsilben
Die Vorsilbe wird nicht betont.
be-STEH-en
ver-STEH-en
ge-FÄHR-lich
er-KLÄR-en
5. Französische Fremdwörter
Die letzte Silbe wird betont.
ho-TEL
res-tau-RANT
Bü-RO
Bal-KON
Wörter üben
verstehen
ver-STE-hen
Hauptton: 2. Silbe
Regel: untrennbare Vorsilbe ver-
einkaufen
EIN-kau-fen
Hauptton: 1. Silbe
Regel:trennbare Vorsilbe ein-
Handtasche
HAND-ta-sche
Hauptton: 1. Silbe
Regel: Kompositum
Restaurant
res-tau-RANT
Hauptton: letzte Silbe
Regel: Französisches Fremdwort
beginnen
be-GIN-nen
Hauptton: 2. Silbe
Regel: untrennbare Vorsilbe be-
Wohnzimmer
WOHN-zim-mer
Hauptton: 1. Silbe
Regel: Kompositum
Telefon
te-le-FON
Hauptton: letzte Silbe
Regel: Fremdwort
erklären
er-KLÄR-en
Hauptton: 2. Silbe
Regel: untrennbare Vorsilbe er-
BLOCK 2 – SATZMELODIE UND INTONATION (ca. 10 Minuten)
Wichtig:
Satzzeichen sind nicht automatisch Satzmelodie.
Ein Punkt bedeutet nicht immer, dass die Stimme sofort fällt.
Entscheidend ist die Absicht des Sprechers.
Aussagesatz
Stimme fällt am Ende ↓
Beispiel:
Er wohnt in Berlin.
Ja-/Nein-Frage
Stimme steigt am Ende ↑
Beispiel:
Kommst du mit?
W-Frage
Stimme fällt am Ende ↓
Beispiel:
Wo wohnst du?
Aufzählung
Stimme bleibt zunächst gleich →
und fällt erst am Ende ↓
Beispiel:
Er kauft Brot, Milch und Käse.
Ausruf
Stark betont,
Stimme fällt ↓
Beispiel:
Das ist wunderbar!
Gleicher Satz – andere Bedeutung
ICH habe das gemacht.
→ Ich, nicht jemand anderes.
Ich HABE das gemacht.
→ Ja, wirklich. Kein Zweifel.
Ich habe DAS gemacht.
→ Genau das und nichts anderes.
Ich habe das geMACHT.
→ Fertig. Erledigt.
BLOCK 3 – PAUSEN UND SINNEINHEITEN (ca. 8 Minuten)
Pausen entstehen an Sinngrenzen.
Nicht jedes Komma bedeutet automatisch eine Pause.
Eine gute Pause hilft dem Zuhörer, das Gesagte zu verstehen.
Kurze Pause /
Er fährt nach Berlin /
um seinen Freund zu besuchen.
Mittlere Pause //
Er fährt nach Berlin. //
Dort trifft er seinen Freund.
Lange Pause ///
Und dann … /// war alles still.
Der Unterschied einer Pause
Paul liebt Paula nicht.
Normale Aussage.
Paul liebt, Paula nicht.
Andere Bedeutung durch die Pause.
BLOCK 4 – KURZER LESETEXT (ca. 10 Minuten)
Legende:
GROSS = betonte Silbe
/ = kurze Pause
// = mittlere Pause
/// = lange Pause
↑ = Stimme steigt
↓ = Stimme fällt
Es ist DIENS-tag MOR-gen, / acht Uhr dreißig. //
THO-mas WOHNT in der IN-nen-stadt
/ und fährt jeden Tag mit dem FAHR-rad zur AR-beit. //
Das WET-ter ist SCHÖN:
/ die SON-ne scheint
/ und es ist noch nicht zu WARM. //
Er fährt an einer BÄCKER-ei vorbei
/ und riecht fri-sches BROT. //
Einen MO-ment
/ hält er an. ///
„Heute kaufe ICH mir ein Crois-SANT“,
/ denkt er lächelnd. //
Das Croissant schmeckt wun-der-BAR. ↓
BLOCK 5 – LANGER LESETEXT
EINE WOCHE IN MÜNCHEN
ANNA wohnt in MUEN-chen
/ und AR-bei-tet als ARCHI-tektin. //
Jeden MOR-gen / steht sie um HALB sieben auf
/ und macht sich einen KAF-fee. //
Dann fährt sie mit der U-BAHN zur AR-beit
/ meistens dauert das un-ge-FAEHR dreißig MIN-uten. //
Ihr BUE-ro liegt im VIER-ten STOCK
/ eines großen GE-bäudes im STADT-zen-trum. //
Von ihrem SCHREIB-tisch aus
/ sieht sie die AL-te KIRCHE
/ und den MARKT-platz daneben. //
Heute hat AN-na / eine WICH-tige PRAESEN-ta-tion. //
Sie hat die Un-ter-LA-gen / schon GESTERN vor-be-REI-tet
/ und fühlt sich GUT vor-be-REI-tet. //
„Ich BIN bereit“, / sagt sie / und lacht kurz. ///
Die Prä-sen-ta-TION ver-LÄUFT gut. //
Ihr CHEF / LOBT sie vor dem ganzen TEAM. //
Am NACH-mit-tag / trinkt AN-na mit ihren KOL-le-gen KAF-fee / im RES-tau-rant unten. //
Sie spricht über ihren letzten UR-laub / in SPA-ni-en. //
„Das Ho-TEL war WUN-der-schön / und das ES-sen einfach fan-TAS-tisch!“ // Die KOL-le-gen lachen / und nicken. //
Gegen A-BEND / ver-LÄSST AN-na das BUE-ro / und FÄHRT nach HAU-se. // Sie ist MÜE-de, / aber ZU-frie-den. /// „Es war ein GU-ter Tag“, / denkt sie / und lächelt. ↓
AR-beit
→ Stammsilbe betonen
WOHN-zimmer
→ erster Teil eines Kompositums
EIN-kaufen
→ trennbare Vorsilbe betonen
ver-STEH-en
→ untrennbare Vorsilbe nicht betonen
ho-TEL
→ französisches Fremdwort, letzte Silbe
Der Fuchs und der Schnee
Es war ein KALTER Wintermorgen. |
Der SCHNEE lag WEISS und STILL | im Wald. ||
Da kam | der kleine Fuchs FELIX | um die Ecke. |
Seine ROTEN Pfoten | versanken im Schnee. |
„Brr!“ | sagte Felix. | „Heute ist es WIRKLICH kalt!“ ||
Er SCHLICH durch den Wald | und schaute sich um. |
Plötzlich | hörte er | ein LEISES Geräusch. ||
„Was ist DAS?“ | flüsterte Felix. |
Unter einem GROSSEN Baum | saß ein kleiner Vogel. |
Der Vogel ZITTERTE | vor Kälte. ||
Seine FLÜGELCHEN | waren ganz steif. |
„Armes Vögelchen,“ | sagte Felix SANFT. |
„HIER ist es zu KALT für dich. |
Komm, | ich WÄRME dich!“ ||
Felix kuschelte sich | GANZ DICHT | an den Vogel. |
Er pustete WARME Luft | auf die kleinen Flügel. |
Und LANGSAM, | ganz LANGSAM, | wurde der Vogel warm. ||
„DANKE, | lieber Felix!“ | zwitscherte der Vogel. |
„Ohne dich | wäre ich GEFROREN!“ ||
Felix LÄCHELTE. |
„Wir HALTEN | im Winter ZUSAMMEN“, | sagte er. |
„Das ist das SCHÖNSTE | an einem KALTEN Tag.“ ||
Und die ZWEI Freunde | blieben zusammen, |
bis die Sonne | wieder schien.
WORTLISTE
MÖGEN
BOGEN
FLIEGEN
FRÖHLICH
PLÖTZLICH
PLÖTZLICH MÖGEN
ICH-LAUT [ç]
Nach: i, e, ä, ö, ü
ich, mich, Mädchen, möchte, Küche
ACH-LAUT [x]
Nach: a, o, u, au
Zungenrücken hinten zum weichen Gaumen.
ach, doch, Buch, Bauch, Tuch
ICH-LAUT
Ich möchte in die Küche.
Fokus:
ich · möch · Kü
→ alle [ç]
ACH-LAUT
Das Buch liegt im Fach.
Buch · Fach
→ beide [x]
GEMISCHT
Ich brauche auch ein Buch.
ich = [ç]
auch / Buch = [x]
SCHWER
Mädchen, möchtest du Milch?
Mäd-chen · möch · Milch
→ alle [ç]
Jede Silbe mit dem Finger auf den Tisch klopfen.
Das verankert das Tempo körperlich.
ZUNGENBRECHER-STAFFEL
FOKUS ÖG / G / CH
Mögen Möwen Mohnkuchen?
Ziellaut:
ÖG + langes Ö
Guten Morgen, Georg!
Ziellaut:
G + ÖG
Ich mache Milch in die Küche.
Ziellaut:
Ich-Laut [ç]
Das Dach ist flach,
das Fach ist auch flach.
Ziellaut:
Ach-Laut [x]
Plötzlich flog ein fröhlicher Vogel.
Ziellaut:
ÖG + PL + FL
Möchtest du mögen, was ich möchte?
möchte + mögen ×3
GEORG UND DIE VÖGEL
Georg MÖCHTE jeden Morgen in den Park.
Er geht so gerne dorthin,
dass er es fast FRÖHLICH nennt.
Dort sitzen viele Vögel.
PLÖTZLICH fliegt einer auf –
direkt über das hohe Da[CH].
Georg lacht:
„A[CH], i[CH] MÖCHTE au[CH]
fliegen können!“
Er MÖCHTE die Vögel FLIEGEN sehen –
jeden Tag.
Das ist sein FRÖHLICHES Ritual.
FOKUSWÖRTER
MÖCHTE
FRÖHLICH
PLÖTZLICH
FLIEGEN
FRÖHLICHES
CH-FOKUS
Da[CH]
A[CH]
i[CH]
au[CH]
VERLANGSAMEN BEI
PLÖTZLICH
FRÖHLICHES
Erst in Silben:
PLÖTZ-LICH
TEXT 1 – DER FAULE HUND
Mein Hund möchte nur eines: schlafen.
Morgens, mittags, abends –
immer möchte er schlafen.
Manchmal mögen wir ihn wecken,
aber er macht einfach die Augen
nicht au[CH].
„Komm, steh auf!“, sage i[CH].
Aber der Hund bleibt liegen.
Er ist einfach zu fröhlich im Schlafen –
so fröhlich,
dass er sogar im Traum lächelt.
„Am Wochenende möchte ich lange schlafen.“
DIE VÖGEL IM GARTEN LEICHT – MITTEL
Im Garten fliegen viele Vögel
hin und her.
Manche mögen die hohen Bäume,
andere mögen lieber den Boden.
Plötzlich kommt eine Katze –
und alle Vögel fliegen
auf einmal weg!
Die Katze lacht:
„Ha, das war lustig!“
Aber dann denkt sie:
„Eigentlich möchte i[CH]
ja nur kuscheln,
ni[CH]t jagen.“
Au[CH] Katzen können fröhlich sein, oder?
„Plötzlich begann das Flugzeug zu fliegen.“
EIN TAG IM BÜRO
MITTEL
I[CH] möe[CH]te heute früh
ins Büro gehen.
A[CH], aber dann plötzlich
klingelt das Telefon:
Ein Kunde möe[CH]te
das gleiche Buch wie gestern –
aber wir haben das Buch
ni[CH]t mehr.
„Macht nichts“,
sagt der Kunde fröhlich.
„Ich mögen es ohnehin,
flexibel zu bleiben.“
Vielleicht fliegen ja neue Bücher
schon morgen ein,
da[CH]te i[CH] mir.
„Ich möchte das Buch in der Küche lesen.“
DER FRÖHLICHE FROSCH
MITTEL – SCHWER
Im Tei[CH] lebt
ein fröhlicher Frosch.
Er mögen es,
von Seerose zu Seerose
zu hüpfen.
Plötzlich sieht er einen Vogel
und denkt:
„Ach, ich möchte auch
fliegen können!“
Aber Frösche fliegen nicht –
sie hüpfen.
Der Frosch ist trotzdem fröhlich.
„Hauptsache, ich bin glücklich
in meinem Teich“, da[CH]te er.
Und mögen tut er sein Leben so,
wie es ist.
„Plötzlich war er so fröhlich,
dass er tanzen möchte.“
MÖGEN, MÖCHTEN, MÖGLICH
SCHWER
„Möchtest du heute Abend kommen?“,
fragt Anna.
„Vielleicht ist es möglich“,
antwortet Tom,
„aber ich möchte erst sehen,
was meine Kollegen mögen.“
Sie mögen nämlich auch gerne
gemeinsam kochen.
Plötzlich klingelt Toms Telefon.
Seine Kollegen mögen heute lieber
zu Hause bleiben.
Sie sind erschöpft
und möchten früh schlafen.
„Macht nichts“,
sagt Tom fröhlich.
„Dann komme ich allein.
Das ist auch möglich.“
Und so fliegt er nach der Arbeit
fröhlich zu Anna,
weil er sich plötzlich
entschieden hat,
dass es ihm möchte-wert ist.